Im Jahr
1886 gründete hier einst Robert Bosch die Keimzelle des Weltunternehmens, eine
Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik.
Ihren Charakter haben die Gebäude in der Nähe der Liederhalle beibehalten,
heute befinden sich hier jedoch verschiedene innovative Unternehmen zum großen
Teil aus der Medienbranche.
Obgleich das Areal im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde, weist es immer
noch bemerkenswerte Gebäude auf, wie die Fabrikgebäude die Anfang des 20
Jahrhunderts aus modernem Eisenbeton-Traggerüsten und Sichtbeton entstanden.
Als Anfang der 90er Jahre das Behördenzentrum auszog verfiel das Gelände recht
schnell und das Land als Eigentümer favorisierte einen Abriss. Doch eine
Bürgerinitiative konnte dies verhindern und so ein Stück Stuttgarter Geschichte
bewahren. Die „Stadt in der Stadt“ mit ihren verwinkelten Gassen und Plätzen
blieb bestehen, die bemerkenswerten und schmucken Bauten blieben erhalten, sie
wurden aufwendig und behutsam saniert und so konnte die Vergangenheit mit der
Zukunft vereint werden.
Heute weist das Areal entlang der Breitscheidstraße mit seiner vielfältigen
Nutzung und ansprechenden Architektur den Weg in die Zukunft und entwickelte
sich zu einem Zentrum für neue Medien, Kunst, Kultur, Einkauf und
Entertainment.
Die roten, verklinkerten Gebäude fallen genauso ins Auge wie die gut erhaltenen
Sichtbetonbauten. Moderne Elemente vereinen den optischen Anspruch mit
Funktionalität. Unter dem Glasdach im Herzen des Areals mit seinen 1.000
Scheiben, welches nicht nur vor Wind, Regen und Schnee schützt, sondern als
eine Art gläserner Himmel den Innenhof überspannt verbinden sich Arbeit und
Freizeit.
Tagsüber bestimmen Medienschaffende und Geschäftsleute das Bild, am Abend und
in der Freizeit machen ein modernes Fitness-Studio, ein Kino, eine Diskothek,
das Literaturhaus sowie mehrere gastronomische Angebote das Bosch-Areal zu
einem bunten Treffpunkt. Abgerundet wird das Angebot noch durch eine
Kindertagesstätte sowie mehrere Einzelhändler.